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Das BZF

Das Beschränkt gültige Sprechfunkzeugnis für den Flugfunkdienst, kurz BZF, berechtig den Inhaber zur Teilnahme am Flugfunk, sofern dieser auf Flügen nach Sichtflugregeln (VFR) erfolgt. Das Flugfunkzeugnis gibt es in drei Varianten:

– Das BZF I berechtigt den Inhaber zur Teilnahme am Sprechfunk in deutscher und englischer Sprache.
– Inhaber des BZF II sind berechtigt, am Sprechfunk allein in deutscher Sprache teilzunehmen.
– Zur Teilnahme am Sprechfunk allein in englischer Sprache berechtigt das BZF E.

Das Zeugnis befähigt nicht nur zur Ausübung des Sprechfunkverkehrs an Bord von Luftfahrzeugen. Auch dürfen Bodenfunkstellen bedient werden, über die mit Flugzeugen auf VFR-Flügen kommuniziert wird. Dies betrifft zum Beispiel Flugleiter an unkontrollierten Flugplätzen. Darüber hinaus dürfen Inhaber eines BZF auch den Navigationsfunkdienst auf VFR-Flügen ausüben. Das heißt, sie dürfen die Bedienung von Geräten wie Radiokompass (ADF) und VOR-Empfänger übernehmen. Mit einer derartigen Ausrüstung können im Flug Peilungen zu gewissen Bodenstationen bestimmt werden.

Das BZF I ist Voraussetzung für den Erwerb des Allgemeinen Sprechfunkzeugnis für den Flugfunkdienst (AZF). Das AZF muss von angehenden Verkehrspiloten im Rahmen der Ausbildung zum ATPL erworben werden. Das AZF erweitert die Berechtigung zur Teilnahme am Funk auf Flügen nach Sichtflugregeln um die Erlaubnis, auch auf Flügen nach Instrumentenflugregeln (IFR) zu funken. Wer hingegen lediglich ein BZF E hat, kann das AZF E erwerben. Inhaber eines BZF II müssen vor der AZF-Prüfung in einer Zusatzprüfung das BZF I erwerben.

Prüfungen für Flugfunkzeugnisse

Die BZF-Prüfung mit einem theoretischen und einem praktischen Teil erfolgt bei einer von fünf Außenstellen der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen, kurz Bundesnetzagentur (BNetzA). Bei ausgebildeten Piloten werden die jeweiligen Sprechfunkrechte (Radiotelephony privileges) später von der zuständigen Luftfahrtbehörde auch in die Lizenz eingetragen.