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Die BZF-Übersetzungsaufgabe

Neben der theoretischen Prüfung und der Sprechfunksimulation ist auch ein kurzer Englisch-Test Teil der Prüfung zum Beschränkt Gültigen Sprechfunkzeugnis I für den Flugfunkdiest (BZF I). Das BZF berechtigt den Inhaber zur Teilnahme am Sprechfunk in deutscher und englischer Sprache. Der Prüfling erhält dazu einen kurzen englischsprachigen Auszug aus einer luftrechtlichen Veröffentlichung. Dieser muss laut vorgelesen und anschließend mündlich übersetzt werden. Dabei kommt es nicht darauf an, den genauen Wortlaut der amtlichen Übersetzung wiederzugeben. Vielmehr soll der Prüfling zeigen, dass er derartige Texte lesen und verstehen kann.

Das ist häufig auch für Flugschüler mit guten Englischkenntnissen nicht ganz einfach, da es sich um juristische Texte handelt. Es ist daher ratsam sich vorab mit unbekannten Begriffen vertraut zu machen. Der Flugfunktrainer beinhaltet dazu einen Vokabeltrainer mit über 100 luftfahrtrelevanten Begriffen. Diese lassen sich mit der App spielerisch einüben.

Bei dem zu übersetzenden Text könnte es sich beispielsweise um einen Auszug aus dem deutschen Luftfahrthandbuch handeln. Das Lernen mit dieser Aeronautical Information Publication, oder kurz AIP, hat den Vorteil, dass diese ohnehin zweisprachig erscheint, wobei sich die englische Übersetzung jedes Absatzes direkt neben dem deutschen Text befindet. Das AIP kann in Teilen kostenlos über die European AIS Database (EAD) von Eurocontrol bezogen werden. Dazu ist jedoch eine Registrierung erforderlich.

Um auch tatsächlich auf Englisch zu funken ist der oben beschriebene Test im Rahmen der BZF-Prüfung übrigens in den meisten Fällen nicht ausreichend. Möchte man (zum Beispiel auf Flügen ins Ausland) den Funkverkehr auf Englisch abwickeln, ist in der Regel ein extra ICAO Language Proficiency Test erforderlich. Dessen Ergebnis wird später in die Pilotenlizenz eingetragen.