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Wer benötigt ein BZF?

Das Beschränkt gültige Sprechfunkzeugnis für den Flugfunkdienst (BZF) benötigen alle Besatzungsmitglieder, die auf Flügen nach Sichtflugregeln (VFR) am Sprechfunk teilnehmen. Auch an Bodenfunkstellen besteht grundsätzlich eine Zeugnispflicht. Für bestimmte Funkstellen bestehen Ausnahmeregelungen (z.B. für Rückholer). Flugschüler benötigen das BZF spätestens vor ihrem ersten Solo-Überlandflug.

Piloten, die mit einem Ultraleicht-Flugzeug (UL) unterwegs sind, verfügen als Inhaber eines Luftfahrerschein für Luftsportgeräteführer (SPL) über die Berechtigung zur Teilnahme am deutschen Flugfunk in den Lufträumen E und G. In diesen Lufträumen ebenso von der Zeugnispflicht ausgenommen sind Luftfunkstellen an Bord von Segelflugzeugen sowie von Freiballonen.

Dies ermöglicht in der Regel, an unkontrollierten Flugplätzen zu starten und zu landen. Die Teilnahme am Sprechfunk in den kontrollierten Lufträume B, C und D ist hingegen nicht gestattet. Praktisch bedeutet dies, dass ein Einflug in diese Lufträume und insbesondere auch in Kontrollzonen (CTR) um Verkehrsflughäfen nicht möglich ist. Auf Streckenflügen führt dies häufig zu Umwegen, da manche Lufträume auf dem direkten Weg nicht passiert werden können. Der Erwerb eines eigenen Sprechfunkzeugnisses ist daher auch für UL-Schüler sinnvoll und zudem nur mit wenig Mehraufwand verbunden.

Auch Freunde sowie Partner(innen) von Pilotinnen und Piloten können ein BZF erwerben um auf gemeinsamen Flügen den Flugzeugführer bei der Cockpitarbeit zu unterstützen. Eine fliegerische Ausbildung ist keine Voraussetzung für den Erwerb eines Flugfunkzeugnisses.

Wer auch am Sprechfunk auf Flügen nach Instrumentenflugregeln (IFR) teilnehmen möchte, muss das Allgemeine Sprechfunkzeugnis für den Flugfunkdienst (AZF) erwerben. Dies gilt insbesondere auch für Kandidaten, die einen Verkehrspilotenlizenz (ATPL) anstreben. Am BZF kommt man dennoch nicht vorbei: Das BZF ist Voraussetzung für den Erwerb des AZF.